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Französische Gäste im PIP-Labor
Im Rahmen des PROCOPE-Projekts besuchten Claire Douat und Eloise Mestre vom GREMI in Orléans, Frankreich, das Bochumer Labor von Jun.-Prof. Judith Golda. Der Forschungsaufenthalt fand zwischen dem 8. und 22. Mai 2022 statt, um die CO-Produktion in einer kHz-Strahlquelle mittels Massenspektrometrie zu untersuchen.
PROCOPE ist ein vom DAAD gefördertes Projekt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen RUB und GREMI.
Eloise Mestre, Judith Golda, Daniel Henze, Laura Chauvet und Claire Douat im Massenspektrometerlabor
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DFG bewilligt zweite Förderperiode des SFB 1316

Plasmen für die Systeme zur Stoffumwandlung sind ein wichtiger Bestandteil bei der Nutzung und Speicherung dezentral erzeugter erneuerbarer Energien. Der Sonderforschungsbereich 1316 (SFB 1316) "Transient Atmospheric Pressure Plasmas - from Plasma to Liquids to Solids" widmet sich der Kombination von Atmosphärendruckplasmen mit Katalyse, um möglichst flexible Lösungen für diese Stoffumwandlung zu entwickeln. "Sie sollen skalierbar, kontrollierbar und robust gegenüber äußeren Einflüssen wie Verunreinigungen in den Ausgangsmaterialien sein", erklärt Prof. Dr. Achim von Keudell, Sprecher des SFB.
Die erste Förderperiode des SFB 1316 widmete sich der Aufklärung von transienten Phänomenen in Atmosphärendruckplasmen sowie Grenzflächenprozessen an der Oberfläche von Katalysatoren. Dabei standen drei Systeme im Mittelpunkt: die plasmakatalytische Umwandlung von Gasen, die Kombination von Plasmen mit Elektrolyse an der Grenzfläche zwischen Flüssigkeit und Feststoff sowie die plasmagestützte Biokatalyse, bei der Enzyme sehr selektiv neue Moleküle erzeugen. In diesen Bereichen konnten die Forscher große Fortschritte erzielen: So gelang es ihnen, die Bildung reaktiver Teilchen in diesen Plasmen genau zu kontrollieren. Außerdem konnten sie ein tieferes Verständnis der atomaren und molekularen Oberflächenprozesse in diesen Systemen gewinnen.
In der zweiten Förderperiode sollen diese Erkenntnisse zusammengeführt werden, um das Zusammenspiel zwischen einem Plasma mit seinen reaktiven Teilchen und einer katalytisch aktiven Oberfläche bestmöglich zu nutzen. Hier gibt es noch viele Fragen, denn in der klassischen Katalyse sind beispielsweise stabile Moleküle die wesentlichen Reaktionspartner, während in der Plasmakatalyse reaktive Teilchen oder hochangeregte Spezies einen bestimmten Reaktionsweg beschleunigen oder unterdrücken können. Auf dieser Basis sollen erste Prototypanlagen für die Plasmakatalyse, die Plasmaelektrolyse und die Plasmabiokatalyse entwickelt werden.
Neben der RUB als Sprecherhochschule sind auch Forscher der Universität Ulm, des Forschungszentrums Jülich und des Fritz-Haber-Instituts in Berlin am SFB beteiligt.
Die Forschungsgruppe "Plasma-Grenzflächenphysik" wird an den drei Projekten A6, B2 und B11 beteiligt sein.
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Bewilligung für DAAD PROCOPE-Projekt
In Zusammenarbeit mit Dr. Claire Douat vom Institut GREMI in Orléans, Frankreich, wurde in diesem Jahr ein gemeinsames DAAD-Projekt zur Diagnostik und Anwendung von Plasmastrahlung als CO-Quelle zur Sterilisation in der Wundheilung eingereicht. Dieses wurde nun vom DAAD für den 1.1.2022 bewilligt.
Ziel des Projekts ist es, die Produktionswege und die Rolle des CO-Moleküls bei der Plasmabehandlung von biologischem Material zu untersuchen. Um die CO-Erzeugung in CAPs zu untersuchen, werden zwei gut charakterisierte Plasmaquellen verwendet, die komplementäre Funktionsprinzipien aufweisen: Eine radiale kHz-dielektrische Barrierenentladung mit direktem Kontakt des Plasmas, das Ionen, Elektronen und starke elektrische Felder enthält, mit dem behandelten Substrat; und eine koplanare HF-Entladung, bei der nur der feldfreie Plasmaausfluss, der reaktive Spezies und plasmaerzeugte Photonen enthält, das Substrat erreicht. In diesem Projekt werden mögliche Synergieeffekte zwischen CO und plasmaerzeugten Spezies wie elektrischen Feldern, Ionen und Elektronen, Photonen und anderen neutralen Radikalen untersucht. Die beiden komplementären Plasmaquellen werden eingesetzt, um die Auswirkungen der indirekten und der direkten Plasmabehandlung auf die Wirkung des plasmagezeugten CO auf Bakterien zu unterscheiden. Die hier verwendeten Plasmaquellen werden mit CO2-Beimischung charakterisiert, um sicherzustellen, dass die erzeugte CO-Menge unterhalb der Toxizitätsgrenze liegt. Mit Hilfe von Parametervariationen sollen die optimalen CO-Produktionsbedingungen ermittelt werden.
Das Projekt umfasst Reisekosten zur Beantwortung der geplanten Forschungsfragen.
Claire Douat, GREMI
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Betriebsausflug Lehrstuhl und Arbeitsgruppe
Heute ging es gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Experimentalphysik II in den Stollen: Beim Betriebsausflug besichtigten wir die Zeche Nachtigall in Hattingen. Nach einer Wanderung durch das Muttental mit Geocache-Suche kehrten wir im Bethaus für eine leckere Linsensuppe ein.
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Arbeitsgruppenvorstellung für Abschlussarbeiten
Heute, am 22. Februar 2021, hat sich die Arbeitsgruppe Plasma Interface Physics im Rahmen einer Infoveranstaltung Studierenden der Physik an der RUB vorgestellt. Mögliche Themen für Abschlussarbeiten wurden erläutert.
Falls Sie sich für eine Abschlussarbeit in der Arbeitsgruppe interessieren, Rückfragen haben oder eine Beratung wünschen, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.
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Plasma Schnuppertag: Was ist Plasma und wo findet es in der Technik & Forschung Anwendung?
Interessierte Schüler der Oberstufe sind herzlich eingeladen am Schnuppertag Plasma am 28.01.2021 von 10 bis 15 Uhr online teilzunehmen. Die Lehrstühle und Arbeitsgruppen der Ruhr-Universität Bochum stellen sich vor.
Technische Plasmen finden in vielen Bereichen des Alltags ihre Anwendung und ermöglichen viele Errungenschaften unserer technisierten Welt, wie z.B. in Mikroelektronik, Optik oder Maschinenbau. Aber auch in Bereichen wie Luftreinigung, Sterilisation und Medizin können Plasmen wirkungsvoll in innovativen Konzepten eingesetzt werden.
Die Grundlagen technischer Anwendungen sind unser Forschungsgebiet. Wir arbeiten interdisziplinär mit Partnern aus Forschung und Industrie an der Entwicklung innovativer Konzepte und Systeme. Und wir möchten Euch den weitestgehend unbekannten Begriff des physikalischen Plasmas erklären und Euch vorstellen, wie wir den „vierten Aggregatzustand“ der Materie nutzen und erforschen. Zudem möchten wir Euch zeigen, wie Ihr vielleicht in Zukunft selbst Teil eines Forscher-Teams werden könnt!
Die Anmeldung erfolgt per Email an:
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Neue Forschungsgruppe 'Plasma Interface Physics' im November gestartet
Im November hat die neue Forschungsgruppe "Plasma Interface Physics" unter der Leitung von Judith Golda ihre Arbeit aufgenommen. Die Forschung wird sich auf die Grundlagen von Nichtgleichgewichtsplasmen und deren Wechselwirkung mit den sie umgebenden Medien wie Festkörpern oder Flüssigkeiten konzentrieren, wobei spektroskopische Techniken eingesetzt werden.
Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns persönlich zu kontaktieren.